Fantasia Fragile (W1)

  • 03-01-2026 Winter allein

    Vorgestern, am Neujahrsabend, hat es geschneit. Nicht wirklich lang und viel, nach kurzer Zeit war schon wieder alles getaut. Schade eigentlich, der gnädige Schleier über dem Silvesterdreck war doch ganz schön. Als ich heute Mittag aufstand, war wieder alles weiß, aber diesmal so richtig. Zentimeterhoch lag der Schnee auf allem, die Äste der Bäume im Hinterhof bogen sich weit nach unten, in der Wohnung war es hell und die Geräusche gedämpft. Wunderschön ist das. Ich liebe den Ausblick, ich liebe Schnee mit blauem Himmel, ich liebe es, wenn alles unter einer dicken, flauschigen, weißen Decke liegt. Und sofort kommt die…

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  • 31-12-2025 Ein gutes, volles Jahr

    31-12-2025 Ein gutes, volles Jahr

    Eigentlich wollte ich dieses Mal einen ausführlichen Jahresrückblick schreiben, so richtig für jeden Monat und mit Fotos und so. Auch über die Wochen in Malente und die Therapien wollte ich schreiben, bevor alles aus dem Gedächtnis verschwunden ist. Und überhaupt schreiben, öfter. Die Zeit wäre auch da gewesen, weil ich seit inzwischen 10 Tagen terminfrei habe und nur zuhause bin. Und dann fehlte die Lust, die Energie, die Motivation. Seit dem Sommer war ich (für meine Verhältnisse) durchgängig so aktiv, dass ich mich nur noch nach Ruhe und Nichtstun sehnte – und das hab ich mir dann auch gegönnt. Spät…

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  • 28-11-2025 Igors Beförderung

    28-11-2025 Igors Beförderung

    Meinen schwarzen Hund Igor hab ich hier ja schon sehr oft erwähnt. Vorgestellt hab ich ihn auch schonmal, sogar mit Foto – und einer Warnung, weil er wirklich richtig hässlich ist.Sehr lange hat er mich begleitet, mich genervt, gestört, von ganz vielem abgehalten, weil er sich immer wieder so breit und schwer gemacht hat auf mir. Keine Ahnung, wie oft ich ihn vor die Tür gesetzt hab und wie oft er wieder kam, immer ungebeten. Stand vor mir, kläffte mich an, lief mir zwischen die Füße, so dass ich über ihn stolperte und auf den Boden fiel. Dann kam er…

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  • 28-09-2025 Zur Wiedervorlage bei Bedarf

    Ich bin nicht perfekt und muss es auch nicht sein. (Niemand ist perfekt!)Ich darf Fehler machen.Ich darf mir so viel Zeit nehmen und lassen, wie ich brauche.Ich habe ein Recht auf meine Gefühle. Was ich fühle, ist richtig, weil ich es fühle. Ich muss nicht lieb sein, nur um zu gefallen. In meinem nahen Umfeld gibt es niemanden mehr, der:die mir nicht wohl gesonnen ist, mich verändern will, mich nicht akzeptiert wie ich bin. Die Sätze, die mich abwerten und klein machen, existieren nur noch in meinem Kopf – die Menschen, die sie zu mir gesagt haben, sind längst nicht…

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  • 20-09-2025 Die Erlaubnis zu trauern

    Vor kurzem sagte ich zu meiner Therapeutin, ich hätte gerne meine Depression zurück, weil sich das mit der Essstörung und allem drum herum im Vergleich dazu so schwierig anfühlt. Ich hätte es nicht sagen sollen. Essstörung mit depressiver Phase ist noch blöder als ohne. Ein Grund für das gegenwärtige Loch ist wahrscheinlich, dass ich mir das Trauern nicht erlaube. Ich bin doch schon seit 6 Wochen wieder zuhause, langsam muss es doch mal gut sein mit der Traurigkeit darüber, dass ich nicht mehr in Malente bin. Aber es ist eben so: ich bin traurig. Neben allem glücklich sein über das…

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  • 14-09-2025 Wenn die eigenen Phänomene einen Namen bekommen

    14-09-2025 Wenn die eigenen Phänomene einen Namen bekommen

    Ziemlich oft schon hab ich hier geschrieben, dass ich schlechte, verrückte, wirre und vor allem anstrengende Träume hatte. Heute war im Blog von Maximilian Buddenbohm ein Link zu einem Beitrag im Deutschlandfunk über verschiedene Schlafphänomene, von denen ich zwei ziemlich gut kenne. Ich weiß jetzt, dass diese Träume nicht an meiner blühenden Phantasie liegen, sondern sogar Namen haben. Das Wissen, dass ich damit nicht alleine bin, macht es nicht weniger doof, hat aber auch was beruhigendes. Das eine Phänomen ist das „Exploding Head Syndrome“ und drückt sich bei den meisten Menschen, die es erleben, als lauter Knall im Kopf oder…

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  • 30-08-2025 #Bloglikenooneisreading

    BLNOIRDas ist als Hashtag zu lang und zu sperrig und Hashtags auf einem Blog ergeben ja eh nur minimal Sinn. Daher ist es eher eine Erinnerung an mich selbst. Das ist mein Blog. Mein Tagebuch. Weniger Perfektion. Mehr Banalität. Mehr Belangloses. Denn unser Leben ist nicht immer aufregend, unsere Gedanken nicht immer tiefschürfend, die Sätze nicht immer ausbalanciert, ein Fazit nur selten vorhanden. Das schreibt Claudia Haessy im Juli 2025 in ihrem Blog und soll auch für mich wieder die Erinnerung sein, dass hier niemand Druck macht. Schon gar nicht ich selbst, auch wenn ich so oft ein schlechtes Gewissen…

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  • 20-08-2025 Vermissenskatzenjammer

    Seit genau zwei Wochen bin ich wieder zuhause, aber so richtig gut fühlt sich das grade nicht an. Die erste Woche mit mehreren Terminen und viel Erzählen überall hat die euphorische Stimmung, mit der ich aus Malente kam, noch aufrecht gehalten. Jetzt ebbt sie ab, die Glasglocke löst sich auf und übrig bleibt ein seltsames Gefühl der Verlorenheit – und ganz große Sehnsucht: nach bestimmten Menschen, dem geregelten Klinikalltag, der Therapiebank, dem See und der Katze. Einfach nach diesem geschützten Ort. Außerdem fehlt der Austausch in den Therapiegruppen. Die anderen zu sehen und zu wissen, dass wir im gleichen Boot…

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  • 07-08-2025 Zwischenwelt

    07-08-2025 Zwischenwelt

    Gestern, 06.08. Um Mitternacht ins Bett, in der Nacht 3 mal aufgewacht und auf den Wecker geguckt. Vor dem Klingeln um 6 Uhr aufgestanden, geduscht und angezogen. Die restlichen Sachen in Tasche und Rucksack gepackt – und dann war noch so viel Zeit und so schönes Wetter, dass ich nochmal an den See gegangen bin. Noch einmal den Blick, den Geruch, die Geräusche der Tiere, des Wassers und der Natur genießen und tief in mich aufnehmen, auf dass ich die Magie dieses Ortes nicht vergesse. Zum letzten Frühstück an den großen Tisch zusammen mit lieben Menschen (und Gustav, dem wunderbaren…

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